Schreiben von Bürgermeister Deppe vom 8.9.2020

Sehr geehrter Herr Generalhonorarkonsul a. D. Schröder,

seit vielen Jahren sind Sie ein hochgeachteter Bürger unserer Großgemeinde Bad Driburg.

Seit über 30 Jahren hat die Stadt Bad Driburg in Ihnen einen Förderer, der einmalige Kulturgüter von höchster Güte im Stadtgebiet erhält und in Ihren Museen Weltkulturen zusammengeführt und erlebbar macht.

Sie haben das ehemalige Äbtissinnenschloss im Ortsteil Neuenheerse erworben, aufwändig restauriert und im weitläufigen Stiftsgelände vor einigen Jahren ein modernes Museum neu errichtet.

Durch die Einbringung großer Teile Ihres Privatbesitzes in die „Kulturstiftung Generalhonorarkonsul Manfred 0. Schröder und Helga Schröder" haben Sie, verehrter Herr Generalkonsul Schröder, und Ihre Gattin Ihre Lebensleistung an die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Bad Driburg und des Kreises Höxter uneigennützig übertragen, die über die Grenzen Westfalens hinaus Beachtung finden.

Durch die Museumslandschaft und mit Ihren geschätzten nationalen und internationalen Verbindungen machen Sie höchste Repräsentanten aus Politik, Wirtschaft, Kirchen, Wissenschaft und Verbänden zu Botschaftern unserer Kultur­und Badestadt. Für Bad Driburg, die Region und weit darüber hinaus sind die vereinten Museen mit ihren Kulturschätzen aus aller Herren Länder ein Juwel.

Darüber hinaus haben Sie durch großzügige Spenden und die Einrichtung der St.­Kaspar-Stiftung den Ruf Bad Driburgs als Bildungs- und Schulstadt gefestigt.

Erwähnt sei auch sein Ihr so-jähriger Einsatz als Generalhonorarkonsul für den Staat Ghana und seine Beiträge zur Völkerverständigung im Rahmen eines weit verzweigten Netzwerkes. Ghana gilt als eine der stabilsten Demokratien auf dem afrikanischen Kontinent. Für Ihre Verdienste wurde Ihnen, verehrter Herr Generalhonorarkonsul Schröder, jüngst die „Grand Medal of Ghana" verliehen. Auf Ihr schaffensreiches Wirken geht auch der Partnerschaftsvertrag des Landes Nordrhein-Westfalen mit der Republik Ghana zurück.

Die Gründung weiterer Stiftungen auch im Sinne der Jugendarbeit geht ebenfalls auf Sie und Ihre Gattin zurück. Für Ihre Verdienste wurden Ihnen zahlreiche Auszeichnungen wie der geschätzte St. Hubertus-Ordens „Pro Meritis" verliehen. Damit sind Sie, verehrter Herr Generalkonsul Schröder, ein herausragendes Beispiel für selbstlosen Einsatz zum Wohle anderer.

Ich freue mich daher, Ihnen mitteilen zu dürfen, dass der Rat der Stadt Bad Driburg in seiner Sitzung vom 31. August 2020 beschlossen hat, Ihnen die Ehrenbürgerschaft der Stadt Bad Driburg zu verleihen. Der Beschluss auf Verleihung der Ehrenbürgerschaft wurde über alle Parteigrenzen und Gruppierungen hinweg einstimmig gefasst.
Mit dieser höchsten Auszeichnung unserer Kur- und Badestadt soll Ihr jahrzehntelanges Wirken in vielen gesellschaftlichen Bereichen gewürdigt werden und ein Zeichen des Dankes und der Wertschätzung der Stadt Bad Driburg Ihnen gegenüber sein.

Ich freue mich im Namen von Rat, Verwaltung und Bürgerschaft über die Annahme der Ehrenbürgerschaft und verbleibe mit freundlichen Grüßen

Ihr Burghard Deppe
Bürgermeister

Laudatio des Bürgermeisters Burkhard Deppe zur Verleihung der Ehrenbürgerschaft an Generalhonorarkonsul Manfred O. Schröder

am 14. Oktober 2020 im Sitzungssaal des Rathauses Bad Driburg (Es gilt das gesprochene Wort)

Meine sehr verehrten Damen und Herren,

es ist schon ein besonderes Ereignis, zu dem wir hier im Sitzungssaal der Stadt Bad Driburg nun zusammengekommen sind. Gemeinsam wollen wir das jahrzehntelange außergewöhnliche Engagement von Herrn Generalkonsul Manfred O. Schröder würdigen und ehren und ihn für sein Wirken mit der Ehrenbürgerschaft der Stadt Bad Driburg auszeichnen. Mit Ihnen, Herr Schröder, steht heute zu Recht eine Persönlichkeit im Rampenlicht, die sich um das Gemeinwohl in unserer schönen Stadt Bad Driburg mehr als verdient gemacht hat – und das über Jahrzehnte hinweg.

Seit über 30 Jahren hat die Stadt Bad Driburg in Ihnen einen Förderer, der einmalige Kulturgüter von höchster Güte im Stadtgebiet erhält, aus Weltkulturen zusammengeführt und erlebbar gemacht hat. Schon 1989 haben Sie haben das ehemalige Äbtissinnenschloss im Ortsteil Neuenheerse erworben, aufwendig restauriert und im weitläufigen Stiftsgelände vor einigen Jahren eine moderne Museumslandschaft neu errichtet. Die Gebäude beherbergen einzigartige Sammlungen, die Besuchern und Gästen offenstehen. 

Das von Ihnen erworbene und allein mit persönlichem und finanziellem Einsatz restaurierte Wasserschloss in Bad Driburg-Neuenheerse hätte ohne Sie und Ihre Gattin Helga kaum zu neuer Blüte gefunden. Nicht auszudenken, wie der Zustand heute ohne Ihren Einsatz wäre. Es wurden alle erforderlichen und notwendigen Baumaßnahmen zur Erhaltung der Bausubstanz und zur Sanierung des gesamten Schlosses mit Nebengebäuden eingeleitet und nach 20-jähriger harter Arbeit im Jahr 2008 erfolgreich abgeschlossen. Heute erstrahlt das ehemals kaiserliche Damenstift in neuem Glanz, fast ähnelt das Renaissance-Schloss einem Märchenschloss.

Die international anerkannten Vereinigten Museen mit ca. 20.000 Exponaten aus aller Welt wurden im Schloss und in den neu errichteten St. Hubertus-Helga-Hallen installiert. Sie erfreuen sich zahlreicher Besucher. Bewohner und Gäste unserer schönen Stadt haben vor Ort die Möglichkeit, Weltkultur und Kunst vieler Nationen persönlich zu erleben – im Museum, in wechselnden Ausstellungen. Besuche in den Museen durch Schulklassen dienen der anschaulichen interkulturellen Bildung und Auseinandersetzung.

Durch die Museumslandschaft und mit Ihren internationalen Verbindungen machen Sie höchste Repräsentanten aus Politik, Wirtschaft, Kirchen, Wissenschaft und Verbänden zu Botschaftern unserer Kultur- und Badestadt. Sehr gern erinnern wir uns etwa an den Empfang des Botschafters der Republik Ghana höchstpersönlich vor einigen Jahren hier in diesem Sitzungssaal. Über 5 Jahrzehnte im Einsatz als Generalhonorarkonsul für den Staat Ghana haben Sie Beitrag geleistet zur Völkerverständigung im Rahmen eines weit verzweigten Netzwerkes. Ghana gilt als eine der stabilsten Demokratien auf dem afrikanischen Kontinent. Für Ihre Verdienste wurden Ihnen unter anderem die „Grand Medal of Ghana“ verliehen. Auf Ihr Wirken geht auch der Partnerschaftsvertrag des Landes Nordrhein-Westfalen mit der Republik Ghana zurück. 

Für Bad Driburg, die Region und weit darüber hinaus sind die Vereinigten Museen mit ihren Kulturschätzen aus aller Herren Länder ein Juwel. Sie, liebes Ehepaar Schröder sind insoweit Kulturförderer ersten Ranges.

Besonders für die Ortschaft Neuenheerse ist ihr Engagement in den letzten Jahrzehnten maßgeblicher Entwicklungsfaktor. Zusammen mit der Stiftskirche, dem Eggedom, bildet das Wasserschloss mit dem umliegenden Gelände die einzigartige, über die Stadtgrenzen hinaus bekannte Ortsmitte der Ortschaft Neuenheerse. Nicht zuletzt deshalb identifizieren sich die Bürgerinnen und Bürger mit ihrer Ortschaft Neuenheerse, sind zu Recht stolz darauf.

Identitätsstiftend für die Großgemeinde und insbesondere Neuenheerse waren auch Ihr Engagement im Hinblick auf die Gründung der Grundschule St. Walburga und der Rückkauf vom 106 Hektar Waldfläche in diesem Jahr. Die Kulturstiftung hatte bis dahin schon verschiedene Forste anderenorts erworben. Nun war es sogar gelungen, Waldflächen, die die Stadt seinerzeit veräußert hatte, zurück zu erwerben. Über die Stiftung werden sie nun auf Dauer für Neuenheerse gesichert.

Wir alle wissen, mit dem Wald ist Emotion verbunden. Er ist – weit über den Aspekt des Rohstoff-Lieferant für Bauholz und für Wärme im Winter hinaus – ein untrennbarer Bestandteil und Begleiter über Generationen – ja er ist ein Stück weit Heimat. Und Heimat ist es, die verbindet, wo jeder seinen Platz hat und, wo man Freunde hat. 

Einmal mehr tritt mit diesem Erwerb auch zu Tage, dass im Sinne der Allgemeinheit privates Engagement öffentliches ergänzen kann, wo selbiges etwa an finanzielle Grenzen stößt. Ich darf die beteiligten Kuratoriumsmitglieder und Mitglieder im Stiftungsvorstand an dieser Stelle ausdrücklich in meinen Dank mit einschließen.  

Bereits im Jahr 2004 wurde Ihnen der  St. Hubertus-Ordens „Pro Meritis“ verliehen.

Mit der Gründung der Kulturstiftung, der Soziallstiftung Höxter und der „St. Kaspar-Stiftung Generalhonorarkonsul Manfred O. Schröder und Helga Schröder“ haben Sie den Menschen in Neuenheerse, in Bad Driburg und der ganz Region ein kostbares Geschenk gemacht.

Mit den Stiftungsgründungen haben Sie nicht nur die Voraussetzungen geschaffen, das alles mit Perspektive, in der Zukunft und für künftige Generationen zu erhalten. Die dauerhaft finanzielle Sicherung der Kulturgüter ist durch die materielle Ausstattung der Stiftung gegeben, so dass deren Fortbestand auf Dauer (ganz ohne öffentliche Mittel) gewährleistet ist. Durch die Einlegung großer Teile Ihres Privatbesitzes in die Stiftung haben Sie, verehrter Herr Schröder und Ihre Gattin Helga, einen großen Teil Ihrer Lebensleistung an die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Bad Driburg und des Kreises Höxter uneigennützig übertragen.

Damit, verehrtes Ehepaar Schröder, haben Sie nicht nur große Geschichte des Wasserschlosses Neuenheerse fortgeschrieben.  Sie haben der Ortschaft Neuenheerse auf Dauer etwas Bleibendes überlassen, das auf immer mit Ihrem Namen positiv verknüpft sein wird. Ich hatte ja schon den Terminus “Märchenschloss“ bemüht – ja, durch Ihr Engagement ist für die Ortschaft Neuenheerse ein Märchen wahr geworden!

Meine Damen und Herren, hochverehrter Herr Schröder, Ihr Wirken wird an ganz unterschiedlichen Stellen sichtbar. Die Fülle Ihres Engagements für unsere Stadt und für unsere Stadt macht staunend. Wir alle haben großen Respekt davor.

Ein klares Wertegerüst, von früher Jugend an, ist für Sie Maßstab Ihres Handelns geblieben. Ihr bisheriges Leben, Ihr beeindruckendes Engagement, ist eine Erfolgsgeschichte. Und ein großes Glück, ein wertvolles Geschenk für unsere Stadt, für die Bürgerinnen und Bürger.

Stadt und Bürgerschaft haben Ihnen viel zu verdanken. Ich darf mich anschließen, und Ihnen auch ganz persönlich meinen höchsten Respekt zollen. Und so soll zumindest die Ehrenbürgerwürde eine öffentliche und symbolische Form des aufrichtigen Dankes und der ehrlichen Wertschätzung bedeuten.

Aus diesem Grund hat der Rat der Bad Driburg in seiner Sitzung am 31.08.2020 einstimmig beschlossen, Herrn Manfred Oswald Schröder als besondere Anerkennung seines Wirkens und als bewusstes Bekenntnis der Stadt Bad Driburg zum Ehrenbürger der Stadt Bad Driburg zu ernennen.

Das Ehrenbürgerrecht ist die höchste von einer Stadt zu vergebende Auszeichnung für eine Persönlichkeit, die sich in herausragender Weise um das Ansehen der Stadt oder das Wohl der Bürgerinnen und Bürger verdient gemacht hat.

Die Verleihung der Ehrenbürgerwürde ist eine besonders persönliche. Dabei wissen wir alle, dass die hier angesprochenen Engagements von Ihnen Beiden, liebe Eheleute Schröder, getragen wurden und werden. Es zeichnet Sie aus, verehrter Herr Schröder, dass Sie mich hierauf anlässlich meines Anrufes neulich mit Nachdruck, aber eben auch mit Sympathie, darauf hingewiesen haben. Deshalb gilt auch Ihnen – liebe Frau Schröder – am heutigen Tage unser anerkennender Dank und ein aufrichtiges „Vergelt’s Gott“!

Nur selten vergibt die Stadt Bad Driburg in ihrer Geschichte als höchste Auszeichnung die Ehrenbürgerwürde - die Galerie aller Ehrenbürger im Rathaus ist nicht lang. Sie wird heute um Ihr Portrait ergänzt.

Die Stadt hat in ihrer Geschichte bisher 10 Ehrenbürger ernannt – die Bad Driburger wählen mit Bedacht aus und überlegen lange und genau, wen sie ehren. Diese Ehrenbürgerschaft würdigt aufrichtig ein in vielfacher Weise herausragendes und vorbildliches Engagement für unsere Stadt und ihre Bürgerinnen und Bürger, das landauf und landab seinesgleichen sucht. Damit sagen wir all´ Ihrem Einsatz in Neuenheerse der gesamten Bürgerschaft unserer Stadt aufrichtig Danke.

Herr Generalhonorarkonsul Schröder, im Namen des Rates und der Verwaltung der Stadt Bad Driburg gratuliere ich Ihnen ganz herzlich zu dieser hohen Auszeichnung.

Mit dem Ehrenbürgerrecht verbinden sich protokollarische Vorrechte, wie die Einladung zu repräsentativen Veranstaltungen oder die Eintragung ins Goldene Buch der Stadt. Darum darf ich Sie nun bitten.

Ihnen verehrter Herr Ehrenbürger, verehrtes Ehepaar Schröder, wünschen wir von Herzen, gute Gesundheit, persönliches Wohlergehen und vor allem Gottes Segen. Ihnen allen eine schöne Zeit!

Herzlichen Dank!

Grußwort des Vorstandsvorsitzenden der Kulturstiftung Schröder, Dr. Josef Lammers

zur Verleihung der Ehrenbürgerschaft an Generalhonorarkonsul Manfred O. Schröder am 14.10.2020

Sehr geehrter Herr Bürgermeister Deppe,
sehr geehrter Herr Generalhonorarkonsul Schröder,
sehr verehrte Frau Schröder,
sehr geehrter Herr Goeken,
sehr verehrte Frau Thomann-Stahl,
sehr geehrter Herr Kreisdirektor Conradi,
sehr geehrter Herr Kreisdirektor Schumacher,
sehr geehrte Damen und Herren des Rates der Stadt,
liebe Festgäste, hohe Festcorona!

Wir sind heute in diesem kleinen aber feinen Rahmen zusammengekommen, um wahrhaft Großes zu würdigen. Die Verleihung der Ehrenbürgerschaft ist die höchste Auszeichnung, die eine Stadt zu vergeben hat. Diese herausragende und höchst selten verliehene Ehrung hätte in der Tat einen großen und angemessenen Rahmen verdient. Doch hat ein kleines Virus die ursprünglich geplante große Veranstaltung mit vielen Gästen, die ich heute gern begrüßt hätte, leider unmöglich gemacht. Dies können wir nur bedauern. Dennoch bin ich sehr froh, dass wir uns nun zu dieser Feierstunde hier im Rathaussaal eingefunden haben.

Kaum ein Förderer, Mäzen und Stifter hat sich um unser Kulturland so verdient gemacht wie Sie, sehr geehrter Herr Generalhonorarkonsul Schröder. Was Sie gemeinsam mit Ihrer Ehefrau Helga Schröder in unserem und für unseren Kreis Höxter geleistet haben, hat tiefe Spuren hinterlassen und wird weit über die kommenden Jahrzehnte hinaus wirken.

Sie haben die Welt bereist und pflegen auch heute noch den Kontakt mit internationalen Größen – und doch haben Sie und Ihre Frau entschieden, hier im Kreis Höxter Marksteine für Kultur und Wohltätigkeit zu setzen und durch die Einrichtung von Stiftungen die Zukunft zu sichern. Ihr Wirken ist für die Ortschaft Neuenheerse, die Stadt Bad Driburg, den Kreis Höxter und weit darüber hinaus ein großer Segen.

Mit einem Millionenaufwand und ohne öffentliche Fördermittel haben Sie 1989 das Wasserschloss in Neuenheerse erworben und restauriert. Im Jahr 2006 haben Sie und Ihre Ehefrau mit beispielhaftem Engagement die sehr umfangreiche Kulturstiftung Schröder ins Leben gerufen, die bereits Großartiges für unsere Kulturregion geleistet hat. In den neu errichteten St. Hubertus-Helga-Hallen wurde ein Museum für Weltkultur geschaffen – ein kultureller und touristischer Anziehungspunkt, der hoffentlich weit über unsere Region hinaus ausstrahlt. Eine solche Privatinvestition vielfacher Millionen Euro im Kulturbereich dürfte landesweit ihresgleichen suchen.

Allein damit haben Sie dafür gesorgt, dass die Spuren Ihres erfolgreichen und großzügigen Schaffens weit in die Zukunft hinein wirken werden. Mit fünf weiteren Sozialstiftungen haben Sie in den letzten Jahren Ihre außerordentlich generösen Stiftungsaktivitäten ausgeweitet.

Die Sozialstiftung Höxter Generalhonorarkonsul Manfred O. Schröder und Helga Schröder für das Kulturland Kreis Höxter verfolgt im Zusammenwirken mit dem Kreis Höxter ausschließlich mildtätige Zwecke. In den Genuss kommen diejenigen, die der Hilfe am nötigsten bedürfen. Die Stiftung fördert Menschen, die von einem Schicksalsschlag getroffen oder aus anderen Gründen in Not geraten sind und auf keinerlei staatliche Unterstützung hoffen können.


Sehr geehrter Herr Generalhonorarkonsul Schröder!

Wer stiftet, gestaltet. Dies haben Sie mit Ihrem segensreichen Wirken bei uns im Kulturland Kreis Höxter vielfach unter Beweis gestellt. Dies zeugt von außerordentlicher Weitsicht und vorbildlicher Gemeinwohlorientierung. Sie haben viel bewegt und wurden von Ihrer Ehefrau Helga Schröder stets mit ganzem Herzen unterstützt. Wir alle wissen sehr wohl, welchen Anteil Sie am Wirken Ihres Mannes haben.

Letztes Jahr feierte die Museumswelt bereits ihr 30-jähriges Bestehen. Für Sie ist das kein Grund, sich auf den Lorbeeren auszuruhen. Die Sanierung des Wasserschlosses und Erweiterung der Ausstellungsschwerpunkte schreiten unter Ihrer Federführung weiter zügig voran. Neu eröffnet wurde die imposante Indien-Asien-Ausstellung. Sie, sehr geehrter Herr Konsul, haben die neuen Exponate, die auf dem Seeweg Deutschland erreicht haben, für das Museum erworben. Auch der nächste Meilenstein ist schon in Planung. Im Obergeschoss soll eine Gemäldegalerie eingerichtet werden. Neben den Ertragsimmobilien in Dortmund, Bochum und Bergkamen haben Sie die Stiftung mit über 1000 ha Wald ausgestattet.

Mit Ihrem segensreichen Wirken für Neuenheerse, Bad Driburg und den Kreis Höxter haben Sie, sehr geehrter Herr Generalhonorarkonsul Schröder, längst Geschichte geschrieben. Für Ihr beispielhaftes Handeln möchte ich Ihnen und auch Ihrer Gattin ganz herzlich danken.

Deshalb freut es mich von ganzem Herzen, dass Sie heute zum Ehrenbürger von Bad Driburg ernannt werden. Einen Würdigeren als Sie hätte die Stadt kaum finden können. Ich gratuliere Ihnen herzlich zu dieser Auszeichnung Ihres weitsichtigen Engagements.

Der britische Historiker Thomas Carlyle stellte einmal fest (Ich zitiere):

„Alle Bedeutung des Lebens liegt im Handeln für die Gemeinschaft.“

Dies ist wohl wahr.

Mit der heutigen Ehrung erfahren Sie, sehr geehrter Herr Schröder, die höchste Form der Danksagung, die Ihnen die Stadt im Namen der Bürgerschaft für Ihr gemeinwohlorientiertes Handeln zuteilwerden lassen kann.

Herzlichen Glückwünsch und vielen Dank im Namen von Vorstand, Kuratorium und Mitarbeiter der Kulturstiftung.

Als kleines Zeichen unseres Dankes und mit großem Respekt und großer Anerkennung Ihrer Leistung für die Kulturstiftung darf ich Ihnen, Frau Schröder, einen Blumenstrauß überreichen.

Ich wünsche Ihnen für die Zukunft alles Gute, bleiben Sie gesund und Gottes reichen Segen.

Ansprache: Thomas Wunram

Ehrenbürgerschaft der Stadt Bad Driburg für Konsul Schröder 

Liebe Frau Schröder, lieber Herr Konsul,
sehr geehrter Herr Bürgermeister,
liebe Gäste,

als Schüler*innen des Gymnasiums St. Kaspar vor 10 Jahren den Klostergarten anlegten, kam ein Mitarbeiter der Stadt auf sie zu und erzählte, dass auf dem Friedhof alte Gräber aufgehoben würden. Und da gäbe es einen schönen, alter Grabstein. Und da die Jugendlichen für die Mauern im Klostergarten auf der Suche nach Natursteinen waren, fragte er, ob sie nicht Verwendung für diese alte Grabplatte hätten.

Die Schüler waren zunächst irritiert, einige gar empört:

„Ein Grabstein?

Das passt nicht zu einer Schule, … in unseren Klostergarten.“

Eine lebhafte Diskussion entwickelte sich und bald waren die Jugendlichen bei den wirklich spannenden Fragen:

  • „Wer war dieser Mann? Mehr als sein Name – August Schäffer – sein Geburts- und Sterbedatum – 1915 – und dass er Kaplan in Neuenheerse war ist nicht herauszubekommen.
  • Und was er hier getan hat? Wem hat er geholfen?
  • Gab es Menschen, die ihn liebten?
  • Und heute, nach 100 Jahren, gibt es heute noch Menschen, die sich an ihn erinnert. Oder über ihn reden – wie wir jetzt?“

Und irgendwann in dieser angeregten Diskussion meinte einer:

„Doch!

Wir bauen den Grabstein in unseren Klostergarten ein – in die Treppe zur Nethe. Und auch wenn niemand ihn mehr kennt, dann ist wenigstens sein Name nicht vergessen.“

 

Das war vor zehn Jahren.

Vor einigen Wochen haben wir im Klostergarten wieder mal Ordnung geschaffen, haben die Brombeerranken, die den Grabstein mittlerweile überwuchert hatten, abgeschnitten, die Inschrift vom Moos befreit.

Und die Kinder haben nicht eher geruht, bis sie die volle Inschrift wieder lesen konnten:

Der Grabstein von August Schäffer geht mir nicht aus dem Sinn ...
Wie wird das sein – in 100 Jahren?
Gibt es dann noch jemanden, der meinen Namen kennt?
Wenn mein Grab längst aufgehoben, mein Grabstein vielleicht geschreddert ist? …

Was bleibt von mir?
Was bleibt von uns?

Ich denke an die Geschichte von dem Mann, der sich nach niederschmetternden Schicksalsschlägen mit ein paar Schafen in eine öde und verlassene Gegend der Provence zurückzog.

Der Schriftsteller Jean Giono überlieferte sie uns:

Es sei 1913 gewesen, da – erzählt Giono – sei er ihm zum ersten Mal begegnet – auf einer Wanderung in den kargen französischen Südalpen.

Damals ein Gebiet, in dem fast alle Dörfer verlassen,
die Brunnen und Bäche versiegt,
die wenigen Einwohner, vereinsamt, verbittert, verarmt waren.
Der Schriftsteller bat den Schäfer um Wasser und Unterkunft für die Nacht.
Und staunte über die verrückte Idee, von der dieser einsame Schäfer beseelt war:
Seit Jahren nämlich säte der, während er seine Schafe auf der Weide führte, Eicheln und Bucheckern. Mit einer Eisenstange stieß er dazu Löcher in den Boden und ließ je einen Samen hineinfallen. So machte er es Tag für Tag, Jahr für Jahr.

Giono erzählt, er habe ihn zehn Jahre später wieder besucht und dann Jahr für Jahr bis 1945.
Und da sei aus der Leidenschaft dieses Mannes der bis heute berühmte Wald von Vergons gewachsen.

Und mit dem Wald sei das Wasser zurückgekehrt.
Und das Leben.
Die einst vertrockneten Brunnen hätten wieder gesprudelt,
und die alten Ruinendörfer seien schmuck und voller Kinderlachen gewesen.

Was bleibt von einem Menschen, wenn keiner sich mehr an ihn erinnern wird?

Jean Giono meint: „Das, was er gesät hat, das bleibt.“

 

Sehr geehrte Frau Schröder,
sehr geehrter Herr Konsul,

wer einen Baum pflanzt, der tut das nicht für sich.
Der tut das für Menschen, die in einer fernen Zukunft leben werden.
Wer Bäume pflanzt, der glaubt an eine gute Zukunft,
der baut eine lebenswerte Zukunft und
vertraut den kommenden Generationen diese Zukunft an.

Einen Wald pflanzen,
das ist für mich ein Bild für Ihre Stiftungen.

  • Die Sozialstiftungen von Dortmund und Plettenberg, von Paderborn und Höxter geben Menschen eine Zukunft, denen jede Zukunft durch grausame Schicksalsschläge oder krank-machende Familien verbaut ist.
    Und mehr noch: Sie geben diesen Menschen mit Ihren Stiftungen deren Würde zurück.
    Sie sagen ihnen: „Du bist kostbar. Du bist uns wertvoll. Du sollst eine gute Zukunft haben.“
  • Ihre Kulturstiftung in Neuenheerse,
    – diesem Ur-Ort unserer heutigen Stadt Bad Driburg – sie ist viel mehr als die dauerhafte Sicherung und Präsentation von weltweit einzigartigen Kulturleistungen
    (, was für sich schon großartig und zukunftsgeladen ist).
    Sie, geschätztes Ehepaar Schröder, geben mit dieser Stiftung unschätzbare Kulturwerte und zig Millionen Euro in die Hände zukünftiger Generationen
    und vertrauen darauf, dass die – im Staunen über die großen Kulturleistungen früherer Generationen – sich begeistern und eine bessere, eine menschlichere Zukunft bauen. Mit dem Schloss geben Sie den kommenden Generationen eine Mitte, einen Platz wo Menschen sich begegnen, miteinander ins Gespräch kommen und ahnen, dass das, was wirklich Bestand hat, nur das ist, was sie für andere pflanzen.
    Zugleich geben Sie ihnen eine Botschaft mit auf den Weg, einen Auftrag:
    „Tradition“, sagen Sie ihnen mit den Worten von Jean Jaurès, ist nicht Anbetung der Asche, sondern die Weitergabe des Feuers.
    Jüngst haben Sie der Kulturstiftung einen Teil des uralten Stiftwalde von Heerse zurück-geschenkt. (Und das wohl wissend, dass diese Investition sich über Jahrzehnte nicht rechnen wird.) Herr Konsul, es hat mich tief drinnen berührt, als Sie bei der Unterzeichnung des Kaufvertrags sagten, es sei Ihnen beiden ein Herzensanliegen, diesen Wald dem Ort Neuenheerse zurückzugeben.
    Mit Wilfried Drüke haben Sie einen leidenschaftlichen Sachwalter für diese Investition gewählt: Keinen Anbeter kalter Asche, sondern einen, der das Feuer am Brennen hält und weitergibt. Seine Visionen trotzen Stürmen und Borkenkäfern und haben längst das Feuer der Begeisterung in Schülerinnen und Schülern von St. Kaspar entfacht.
    Sie pflanzen – in ihrer Freizeit – wie damals der Schafhirte in der Provence – Bäume und sagen: „Das macht Sinn!“
  • Aber das ist nicht alles.
    Sie, liebes Ehepaar Schröder, machen es möglich, dass in Neuenheerse eine neue Grundschule entsteht. Mit den Menschen dieses Dorfes stellen Sie sich auf die Seite der Kleinen, der Kinder.
    Sie geben den Kindern das, was ihnen zusteht:
    Das Beste nämlich, das wir ihnen geben können.
    „Wer Kinder erzieht, nimmt in dichtester Weise am Schöpfungswerk Gottes teil.
    Mit diesen Worten des englischen Kardinals Basil Hume komme ich auf ein weiteres Bäumchen zu sprechen, das Sie gepflanzt haben:
    Es war im Jahr 2016, als Sie P. Josef und mich einluden und uns dann erklärten:
    Sie fänden es gut und wichtig, dass an St. Kaspar über eine profunde Bildung hinaus humane – mehr noch: tragende „christliche“ Werte an junge Menschen vermittelt würden. Und da es Ihre Gewohnheit ist, Worten Taten folgen zu lassen, gibt es heute die St.-Kaspar-Stiftung.
    Heute steht das Gymnasium vielleicht vor der größten Herausforderung seiner Geschichte:
    Wie wird es mit diesem Ort, an dem Zukunft gepflanzt wird, weitergehen, wenn wir Missionare nicht mehr sind? Eine Antwort darauf haben wir noch nicht.
    Doch Sie, liebes Ehepaar Schröder, machen uns Mut, uns dieser Herausforderung mit aller Kraft und ganzer Leidenschaft zu stellen.

Ihr Lebenswerk, liebes Ehepaar Schröder ist gleichsam komprimiert in Ihren Stiftungen. Und indem diese Stiftungen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft miteinander verbinden, bilden Sie ein Gesamtkunstwerk:

  • Die Museen der Kulturstiftung machen uns staunen über die Leistungen der Generationen vor uns. Sie mahnen, das Feuer, jene entfacht haben, lebendig zu halten.
  • Die Sozialstiftungen öffnen uns die Augen für die Nöte der Gegenwart. Für Menschen, die in unserer Gesellschaft allzu schnell an den Rand gedrängt und vergessen sind. Sie mahnen Menschlichkeit an und die allzu oft vergessene Tugend des Mitleids.
  • Mit St. Kaspar und St. Walburga dann öffnen Sie den Raum der Zukunft.  

Was Sie uns nun mit Ihrem Lebenswerk in die Hände legen, ist ein kostbarer Schatz.
Dafür sage ich Ihnen im Namen von uns allen hier und – das wage ich mir an dieser Stelle anzumaßen – im Namen der Generationen, die nach uns hier leben werden:

Danke und Vergelt‘s Gott! 

Aber dieses Lebenswerk ist viel mehr als ein Schatz.
Es ist ein Auftrag, eine Verantwortung, die es in sich hat.
Ich spreche im Namen all jener Menschen, die sich in Ihren Werken engagieren:

Wir wissen um unsere Verantwortung.
Und wir werden gemeinsam darum ringen, ihr gerecht zu werden.

 

Liebes Ehepaar Schröder,

ich weiß nicht, was in 100 Jahren mit Ihrem Grabstein passieren wird.

Ob dann Schülerinnen und Schüler von St. Kaspar da sein werden, die – nicht wissend, was Sie ihnen geschenkt haben –
miteinander dann rätseln werden, wer sich hinter diesen Namen verbirgt, was Sie getan, wen Sie geliebt haben …

Was bleibt von uns?

Jean Giono meint: „Das, was wir für die Zukunft gepflanzt haben, das bleibt.“

 

Liebes Ehepaar Schröder,

Sie haben großes gepflanzt.
Und das bleibt.

Danke.

Grußwort Hr. Bulk

Schröder Ehrenbürger 2020

Sehr geehrte Frau Schröder,
verehrter Herr Generalkonsul Schröder,
sehr geehrter Herr Bürgermeister Deppe
Verehrte Gäste und Anwesende!

erinnern Sie sich noch an den 30. Juli 2019 – letztes Jahr im Sommer, liebe Eheleute Schröder?

An diesem besagten Sonntag feierten wir einen außergewöhnlichen Festakt mit Ihnen zusammen, denn wir Neuenheerser bedankten uns für

Dreißig Jahre Gemeinsamkeit.

Als Vorsitzender des Bezirksausschusses Neuenheerse war es mir eine Ehre, Sie beide als außergewöhnliche und liebenswerte Mitbürger unseres Dorfes zu würdigen. Und das bedeutete für Sie, dass Sie zu uns gehören.

Erinnern Sie sich? -

Am heutigen Tag ist es mir wiederum eine Ehre, meine Laudatio zu erweitern.

Ich freue mich mit Ihnen, Herr Generalkonsul Schröder, das Ihnen das Ehrenbürgerrecht der Stadt Bad Driburg am heutigen Nachmittag zugesprochen wurde.

Das ist in aller Regel die höchste Form der Anerkennung, die eine Stadt oder eine Gemeinde einer Persönlichkeit entgegenbringen kann, die sich in herausragender Weise für das Allgemeinwohl oder für das Ansehen des Ortes, in dem sie lebt, engagiert hat.

Sehr geehrter Herr Generalkonsul Schröder,

durch Ihre ehrbare Entscheidung im Jahr 1989, das alte Abteigebäude und das Torhaus in Neuenheerse zu erwerben, um daraus ein Museum der besonderen Art zu gestalten, haben Sie ein besonderes Ansehen nicht nur bei den Neuenheersern erlangt. 

Mit der Gestaltung und Einrichtung des Wasserschlosses Heerse und den Vereinigten Museen, sowie mit der Gründung einer Kulturstiftung haben Sie unser Dorf weit über unsere Stadtgrenzen hinaus bekannt gemacht.

Die zahlreichen Exponate und Museumsstücke aus aller Welt, die im Wasserschloss sowie in den neuen St. Hubertus-Helga-Hallen ausgestellt werden, sind nicht nur ein Anziehungspunkt in unserer Großgemeinde, vielmehr sind sie ein Besuchermagnet in unserer gesamten Region. 

Anerkennung gebührt Ihnen, Herr Generalkonsul,
zudem für die großherzige Unterstützung bei der Gründung der privaten Grundschule St. Walburga bei uns in Neuenheerse. 

Sie haben nicht nur finanziell beim Aufbau geholfen, sondern auch immer wieder Ihre Zusagen eingehalten und mit diesen weitere notwendige und unverzichtbare Investition übernommen.

Ich übermittele Ihnen dafür stellvertretend für unseren Ort ein aufrichtiges Dankeschön. Wie bereits vorhin erwähnt, haben Sie in unserem Dorf ein gutes Stück Kulturgeschichte geschrieben.

Durch den Bau des neuen Museums „Helga-Hallen“ haben Sie zudem zum guten Ansehen unseres Wohnortes beitragen und somit für ein gutes Image der Stadt Bad Driburg gesorgt - und das weit über die Grenzen unserer Region hinaus.

Ich gratuliere Ihnen, geehrter Herr Generalkonsul Schröder zu dem Titel Ehrenbürger der Stadt Bad Driburg.

Dies ist heute ein Tag und eine Möglichkeit, Ihnen, für ihre Unterstützungen und Mühen der vergangenen Jahrzehnte zu danken!

Zum Schluss möchte ich meine Anerkennung aber auch auf Sie, geehrte Frau Schröder, erweitern.

Sie haben immer einen großen Anteil am kulturellen Geschehen unseres Ortes gehabt.

Ein Glücksfall für Neuenheerse.

Durch Ihre Mitentscheidungen an der Seite Ihres Mannes haben Sie viele, bereichernde Impulse gegeben, die unser Dorf heute und zukünftig prägen werden.

Deshalb möchte ich Ihnen heute als Zeichen unserer Verbundenheit zu Ihnen neben einem Blumenstrauß einen außergewöhnlichen Ring überreichen.

Ich darf Sie nach vorne bitten und dazu auch die Fotografen von der Presse.

Ferner bitte ich zur Übergabe nach vorne die anwesenden Mitglieder des Bezirksausschusses:
Karl-Heinz Schwarze,
Bernfried Jacobi,
Karl-Heinz Rustemeier

Sehr geehrte Frau Schröder,

auf dem Ring sind symbolhaft das Wasserschloss Heerse, die Stiftskirche, die Kluskapelle, der historische Damensattel sowie das Neuenheerse Wappen abgebildet. 

Es würde mich und uns freuen, wenn Sie dieses Geschenk als ein Signal unserer Wertschätzung verstehen würden.

Herr Schröder, 

… demnächst wird es in Neuenheerse direkt an der Capar del Buffalo Allee auch einen Konsul Schröder Platz geben.

Nochmals Vielen Dank an die Eheleute Schröder und für Alles, was Sie für uns getan haben.

Vielen Dank an alle Anwesenden für Ihre Aufmerksamkeit.

Ansprache von GK Schröder anlässlich der Verleihung der Ehrenbürgerwürde der Stadt Bad Driburg

gehalten von Frau Helga Schröder am 14.10.2020

Hochverehrter Herr Bürgermeister Deppe,
sehr geehrte Ratsmitglieder,
werte Frau Thomann-Stahl, ehern. RP,
sehr geehrter Herr Landtagsabgeordneter Herr Matthias Goeken,
verehrte Vorstands- und Kuratoriumsmitglieder,
liebe Freunde der Stiftung,

Leider muss ich Ihnen sagen, dass der angespannte Gesundheitszustand meines Mannes es nicht zulässt, eine Rede zu halten. Ich habe ihm angeboten, für ihn zu sprechen.

Vor mehr als 30 Jahren haben wir durch unseren Freund, den damaligen RP Walter Stich die Empfehlung bekommen uns mit dem Wasserschloss in Neuenheerse zu befassen.

Heute ist für mich eine bewegende Stunde und außergewöhnliche Ehre, in dieser großartigen Stadt, Ehrenbürger zu werden.

Der Inhalt der Ansprache unseres Bürgermeisters ehrt mich sehr, und zwar in einer Form, dass mir die Worte dazu fehlen. Die Hochachtung vor dieser Ernennung und die Freude darüber sind der Gestalt, dass die notwendigen Worte hierzu erst erfunden werden müssen.

Ich habe ungezählte Glückwünsche erhalten, und selbst der Vatikan hat mir ein anerkennendes Schreiben übermittelt.

Es ist gleichzeitig eine große Ehre für den amtlich anerkannten Kulturort Neuenheerse und seine Bürger.

Ich muss gleich zu Anfang etwas klarstellen und muss sagen, dass meine Frau, mit der ich 50 Jahre verheiratet bin, an dem Erfolg des Wirkens regen Anteil hat. Ohne sie und ihre Aktivitäten wäre es nicht zu den Ergebnissen gekommen, die wir heute verzeichnen können.

Mein Leben hat nur aus Arbeit und Kampf bestanden. Selbst auf dem Weg hierher haben meine Frau und ich einen notariellen Vertrag unterschrieben zur Arrondierung des Stiftswaldes in Neuenheerse. Diese Errungenschaft hat allein unser Förster Herr Wilfried Drüke zustande gebracht. Ihm gilt vorab ein dankbares Waidmannsheil.

Wir sind erfreut darüber, dass Sie der Einladung gefolgt sind, um an der Verleihung der Ehrenbürgerrechte teilzunehmen. Wir glauben, dass die Vorredner alles gesagt haben und möchten nochmals ·unseren exorbitanten Dank und unsere außergewöhnliche Freude über den Inhalt und den heutigen Tag zum Ausdruck bringen.

„Wertschätzung ist eins der wichtigsten Geschenke, die man einem Menschen geben kann."

Wir sind auch dankbar dafür, dass wir so viele ehrenamtliche Persönlichkeiten im Vorstand und Kuratorium der Kulturstiftung haben - mit tatkräftigen Neuenheersern. Ohne diese Gemeinschaft wäre eine solche große Aufgabe nicht zu stemmen.

Wir würden uns freuen, wenn diese noch von em1gen weiteren jungen und aktiven Leuten unterstützt werden würden, da wir alle älter werden.
Wir sind überzeugt, dass Sie uns helfen werden.
Für sämtliche Gegebenheiten dieses Tages sagen wir unseren aufrichtigen Dank und versprechen, weiterhin für die Stiftung zu arbeiten - so Gott will.

Außerdem haben wir den Wunsch, dass die sechs von uns geschaffenen Stiftungen stets von Personen regiert werden, die selbstlos handeln, und zwar zu Gunsten notleidender Mitmenschen. Das gehört zur Garantie des ewigen Bestehens.
Wir möchten jedoch zum Ausdruck bringen, dass es unser aufrichtiger Wunsch ist, dass die brillante Stadt Bad Driburg in Zukunft von negativen Ereignissen verschont bleibt, und dass sich ihre Bürger stets eines menschenwürdigen Lebens erfreuen können.

Gott möge die Stadt und die Bürger vor Unheil bewahren.

Unser Wunsch für alle - bleiben Sie gesund!

Wir bedanken uns für die gelungene musikalische Untermalung und benutzen diese Gelegenheit unserem Bürgermeister Burkhard Deppe zu seinem Namenstag zu gratulieren.

Das Stifterehepaar

WESTFALEN-BLATT von Donnerstag, 15.Oktober 2020 mit freundlicher Genehmigung des Westfalen-Blatts

„Feierstunde im Rathaussaal – Anerkennung für soziales Engagement – Neuenheerse als Kulturort überregional profiliert Generalkonsul Manfred Schröder ist jetzt Ehrenbürger von Bad Driburg
Von Michael Robrecht

Bad Driburg/Neuenheerse (WB). Der Rat der Stadt Bad Driburg hat Generalkonsul a.D. Manfred O. Schröder (95) das Ehrenbürgerrecht verliehen. Im Rathaussaal von Bad Driburg überreichte Bürgermeister Burkhard Deppe am Mittwochabend die Urkunde. Wegen der Corona-Pandemie wurde auf eine größere Feier in Neuenheerse in der Gemeindehalle verzichtet und die Übergabe im kleinen Kreis im Rathaus vorgenommen. Nur gut 40 Gäste konnten dabei sein.

Vor 30 Jahren kauften Generalhonorarkonsul Manfred O. Schröder und seine Ehefrau Helga das Wasserschloss samt Torhaus und gaben den Kulturen der Welt in Neuenheerse ein repräsentatives museales Zuhause. Das Ehepaar schuf im Schloss und in den 2016 auf dem Gelände errichteten St. Hubertus Helga-Hallen eine Museumslandschaft, die ihresgleichen sucht und Neuenheerse als Kulturort überregional profiliert.

„Das Ehrenbürgerrecht ist die höchste Form der Ehrung, die eine Stadt zu vergeben hat. In Bad Driburg wurde dieses Recht nur sehr zurückhaltend verliehen und diese Ehre nur wenigen Mitbürgern zuteil. Der Rat hat Ehrenbürgerwürden stets an Menschen verliehen, die Großartiges auf bürgerschaftlichem, kulturellem, wirtschaftlichem oder politischem Gebiet geleistet haben“, erläuterte Burkhard Deppe und stellte fest: „Sie haben sich um unsere Großgemeinde verdient gemacht.“

Der Ehrungsvorschlag des Bürgermeisters hat im Rat einstimmige Zustimmung gefunden. „Ein solches Engagement ist keineswegs selbstverständlich; zumal, wenn das Engagement nur einer Person sich auf viele unterschiedliche Bereiche erstreckt und einen Zeitraum von mehreren Jahrzehnten umfasst. Seit über 30 Jahren hat die Stadt Bad Driburg in Generalhonorarkonsul Schröder, der in seinem Haus in Dortmund seinen Ruhestand verbringt, einen Förderer, der Kulturgüter von höchster Güte im Stadtgebiet erhält und in fünf von ihm neu eingerichteten Museen mit 20.000 Exponaten Weltkulturen erlebbar macht“, lobte Burkhard Deppe.

Der Bürgermeister sagte in der Laudatio weiter: „Es gibt sicherlich nur wenige Persönlichkeiten, die hingebungsvoll einen so verantwortungsvollen Beruf 50 Jahre lang ausüben und dabei noch mehrere Stiftungen, davon zwei für Neuenheerse, ins Leben rufen. Durch die Umwandlung ihres Privatbesitzes in eine Stiftung haben Sie Ihre Lebensleistung an die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Bad Driburg und des Kreises Höxter uneigennützig übertragen, was große Beachtung findet. Eine dauerhafte finanzielle Sicherung dieser Kulturgüter ist durch die materielle Ausstattung der Stiftung gegeben, so dass ohne öffentliche Mittel deren Fortbestand gewährleistet ist. Sie haben damit der Stadt Bad Driburg Millionenwerte aus seinem Privatbesitz zukommen lassen.“

Durch die Museumslandschaft und mit vielen internationalen Verbindungen habe Schröder zudem höchste Repräsentanten aus Politik, Wirtschaft, Kirchen, Wissenschaft und Verbänden zu Botschaftern der Kultur- und Badestadt gemacht. Das Ehepaar Schröder habe durch großherzige Spenden und die Einrichtung der St.-Kaspar-Stiftung den Ruf Bad Driburgs als Bildungs- und Schulstadt gefestigt. „Identitätsstiftend für die Großgemeinde und insbesondere Neuenheerse waren auch Ihr Engagement bei der Gründung der Grundschule St. Walburga und der Rückkauf vom 106 Hektar früherer Stifts-Waldfläche in diesem Jahr. Sie haben uns und vor allem den Neuenheersern damit ein Stück identitätsstiftende Heimat zurückgegeben“, sagte Deppe.

Erwähnt wurde auch der mehr als 50-jährige Einsatz als Generalhonorarkonsul für den afrikanischen Staat Ghana und die Beiträge zur Völkerverständigung im Rahmen eines weit verzweigten Netzwerkes. „Was Sie antreibt, verehrter Herr Schröder, ist Pflichterfüllung im Sinne eines aktiven, positiven Wirkens. Das verdeutlicht den hohen Anspruch, den Sie immer an sich selbst gestellt haben. Sie fördern das Allgemeinwohl und engagieren sich in einem Maße für die Allgemeinheit, die es verdient, mit der Ehrenbürgerschaft gewürdigt zu werden. Stadt und Bürgerschaft haben Ihnen viel zu verdanken“, unterstrich Bürgermeister Deppe.

Für Neuenheerse sprach Ratsherr Heiko Bulk: „Ich gratuliere zu dem Titel Ehrenbürger der Stadt Bad Driburg. Dies ist heute ein Tag und eine Möglichkeit, Ihnen, für ihre Unterstützungen und Mühen der vergangenen Jahrzehnte zu danken! Sie haben immer einen großen Anteil am kulturellen Geschehen unseres Ortes gehabt – ein Glücksfall für Neuenheerse.“

Fotos: Michael Robrecht

Stiftswald wird noch ein Stück größer

Ehrenring aus Neuenheerse für Helga Schröder

WESTFALEN-BLATT von Freitag, 16. Oktober 2020 mit freundlicher Genehmigung des Westfalen-Blatts

Von Michael Robrecht

Bad Driburg/Neuenheerse(rob). Der Kulturort Neuenheerse bei Bad Driburg hat seinen Stiftswald wieder. Diese freudige Nachricht hatten Generalhonorarkonsul Manfred O. Schröder und seine Ehefrau Helga den Bürgerinnen und Bürgern des Dorfes kürzlich mitgeteilt (wir berichteten).

Die Eheleute haben  für ihre  Kulturstiftung die 106 Hektar großen Waldflächen zurückgekauft, die fast 1000 Jahre  zu den Ländereien des Hochadeligen Freiweltlichen Damenstifts Heerse gehört hatten.

Schild überreicht

Während der Verleihung der Ehrenbürgerwürde an Konsul Schröder am Mittwoch im Rathaussaal wurde nun bekannt gegeben, dass ein weiteres Waldstück unmittelbar in der Nähe des  Stiftwaldes  von den Eheleuten Schröder zusätzlich erworben worden sei. Vor der Feier in Bad Driburg sei  der Kaufvertrag in Schloss Neuenheerse unterzeichnet worden.

Die Neuenheerser Delegation mit dem Ortsausschussvorsitzenden Heiko Bulk an der Spitze freute sich, dass der Ort „seinen Wald“ wieder habe. Bulk überreichte Manfred Schröder nicht nur ein Schild „Konsul Schröder Platz“, das im Ort aufgestellt werden soll, sondern übergab an Helga Schröder einen außergewöhnlichen Neuenheerse-Ring mit Gravuren, die auf den Kulturort hinweisen.

„Auf dem Ring sind symbolhaft das Wasserschloss Heerse, die Stiftskirche, die Kluskapelle, der historische Damensattel sowie das Neuenheerse-Wappen abgebildet. Es würde mich und uns freuen, wenn Sie dieses Geschenk als ein Signal  unserer Wertschätzung verstehen würden.

Nochmals vielen Dank an die Eheleute Schröder und für alles, was Sie für uns getan haben“, sagte Bulk.

„Durch den Bau des neuen Museums ‚St. Hubertus Helga-Hallen‘ und die Schlosssanierung für viele Millionen Euro  haben Sie zudem zum guten Ansehen unseres Ortes beitragen und somit für ein gutes Image der Stadt Bad Driburg gesorgt –  und das weit über die Grenzen unserer Region hinaus“, sagte Bulk in seiner Ansprache.

Neben der Laudatio  von Bürgermeister Burkhard Deppe (Bericht vom Donnerstag) sprachen Dr. Josef Lammers (Vorsitzender Vorstand Kulturstiftung) und  Pater Thomas Wunram (Vorsitzender Kuratorium Schröder-Stiftung). Helga Schröder trug die Ehrenbürgerrede für ihren Mann vor. Konsul Schröder trug sich ins Goldene Buch der Stadt ein. Er übergab ein Portrait für die Galerie der Ehrenbürger im Rathaussaal. Für die musikalische Umrahmung  sorgte das Collegium Clarino mit Thies Keuser, Marcus Wischer, Jaqueline Dreier und Wilfried Drüke.“

Dorf bekommt seinen Wald zurück

Neuenheerse: Manfred und Helga Schröder kaufen 106 Hektar Fläche für Kulturstiftung

 

Von Sabine Robrecht

Bad Driburg-Neuenheerse (WB). Der Kulturort Neuenheerse bei Bad Driburg hat seinen Stiftswald wieder. Diese freudige Nachricht überbringen Generalhonorarkonsul Manfred O. Schröder und seine Ehefrau Helga den Bürgerinnen und Bürgern des Dorfes. Die Eheleute haben für die von ihnen gegründete Kulturstiftung die 106 Hektar großen Waldflächen zurückgekauft, die fast 1000 Jahre lang zu den Ländereien des Hochadeligen Freiweltlichen Damenstifts Heerse gehört hatten.

Großer Tag für Neuenheerse

„Dies ist ein großer Tag für Neuenheerse“, konstatierte Generalkonsul Schröder bei der feierlichen Unterzeichnung des Kaufvertrages in der Hubertushalle des von ihm vor mehr als 30 Jahren erworbenen und ausschließlich mit privaten Mitteln denkmalgerecht restaurierten Wasserschlosses neben dem Eggedom. „Wir möchten dem Dorf seinen Wald zurückgeben“, bringt das Ehepaar Schröder seine Beweggründe für den Kauf auf den Punkt. Der Kulturort und seine gedeihliche Entwicklung liegen beiden am Herzen. Deshalb haben sie sich mit einer eigens gegründeten Stiftung für den Erhalt des Gymnasiums St. Kaspar und erst kürzlich für die neu gegründete private Grundschule St. Walburga eingesetzt. Die großzügige finanzielle Zuwendung ist in die moderne Sanierung des Grundschulstandorts geflossen. „Wir freuen uns sehr, dass die Jüngsten in Neuenheerse weiterhin lernen können und dass auch das renommierte Gymnasium das Dorf als attraktiven Bildungsstandort stärkt.“

Mit dem Wald geben die Eheleute Schröder dem Dorf nun zurück, was annähernd 1000 Jahre zu Neuenheerse gehört hatte. Denn im Jahr 868 tauschten die Gründer des Stifts Heerse, die heilige Walburga und ihr Bruder Liuthard, ihr Privatvermögen gegen Ländereien in der Egge. Fast 1000 Jahre lebten das Stift und das darum entstandene Dorf von diesen Gütern. Nach dem jähen Ende durch die Säkularisation 1810 wurde ein Teil des Waldes der Gemeinde Neuenheerse überschrieben. Bei der kommunalen Neugliederung ging er an die Stadt Bad Driburg über, die den Wald 1997 an einen Privateigentümer verkaufte.

Wald wird Stiftung stärken

Das Ehepaar Schröder erwarb den Wald nun von der Familie Albers, Gut Frielinghausen bei Meschede. Da er der Kulturstiftung übertragen ist, hat Neuenheerse nach 210 Jahren nun wieder einen Stiftswald. „Er wird fortan unveräußerlich sein“, betont Generalkonsul Schröder. „Dieser Tag ist ein historisches Datum in der Geschichte unseres Kulturortes“, ordnete Kuratoriumsmitglied Bernfried Jacobi bei der feierlichen Vertragsunterzeichnung den Kauf als bedeutend ein. Dr. Josef Lammers vom Stiftungsvorstand hob hervor, dass der Wald die Stiftung auf Dauer stärken wird. „Wir sind dem Ehepaar Schröder für diese großzügige Zustiftung sehr dankbar.“

Beispielloses Engagement

Heiko Bulk, Vorsitzender des Bezirksausschusses, brachte ebenfalls seinen Dank und seine Wertschätzung für das jahrzehntelange Engagement des Generalkonsuls und seiner Ehefrau zum Ausdruck. Beide haben, wie er hervorhob, Kulturgeschichte geschrieben und gehören zum Ort mit dazu. Das habe der Kauf des Waldes einmal mehr nachdrücklich unterstrichen.

Karl-Heinz Schwarze, ebenfalls Vorstandsmitglied der Kulturstiftung, würdigte Manfred O. Schröder und seine Ehefrau Helga als „Förderer lebenswichtiger Infrastruktur in und um Neuenheerse“. „Danke, dass Sie sich seit 1989 für Neuenheerse entschieden haben“, blickte er auf die Zeit zurück, als das Stifterehepaar mit dem Erwerb des Schlosses, der Restaurierung des Renaissance-Juwels und der Einrichtung der Vereinigten Museen den Grundstein für sein beispielloses Wirken in Dorf und Region gelegt hat.

Forstamtsrat Wilfried Drüke, ehemaliger Revierförster, hat die Verhandlungen zum Kauf des Stiftswaldes fachkompetent begleitet. Er wird die Bewirtschaftung leiten und freut sich, dass klimageschädigte Teile nun nachhaltig wieder aufgeforstet werden können.

Bei der Unterzeichnung des Kaufvertrages waren neben den Vertragspartnern die Vorstandsmitglieder der Kulturstiftung, Dr. Josef Lammers, Udo Bernsmann und Karl-Heinz Schwarze, anwesend. Wilfried Drüke, Bernfried Jacobi und Thomas Wunram vertraten das Stiftungskuratorium. Bezirksausschussvorsitzender Heiko Bulk gehörte ebenfalls zu den Gästen. Auf besonderem Wunsch der Stifter waren Pater Josef Klingele und Karl-Heinz Rustemeyer als verdiente Bürger von Neuenheerse zur Feierstunde eingeladen.

Denkmal im Schlosspark

Das Ehepaar Schröder möchte als Reminiszenz an den Rückkauf des Waldes einen großen Gedenkstein mit gravierter Inschrift im Park des Wasserschlosses aufstellen. „Dieses Denkmal soll künftige Generationen an das Zustandekommen des Kaufvertrages, das Datum der Unterzeichnung und somit an die Heimkehr des Stiftswaldes erinnern.“

Partnerschaftsvertrag zwischen dem Land Nordrhein-Westfalen und der Republik Ghana

Als John Kufuor Präsident wurde, erlebte ich den Höhepunkt meiner dienstlichen Laufbahn. Es war das Zustandekommen des Staatsvertrages zwischen der Republik Ghana und dem Land Nordrhein-Westfalen. Der damalige Ministerpräsident des Landes NRW, Dr. Jürgen Rüttgers, hatte mich gebeten, einen solchen Vertrag auszuhandeln. Ich ging an die Arbeit.

Ich habe dem Präsidenten von Ghana das Anliegen vorgetragen und er sagte: „Junge, wenn Du das zustande bringst, das ist ein großer Erfolg für Ghana.“

Nach einjähriger harter Arbeit und der Beseitigung aller nur möglichen Schwierigkeiten ist mir die Erstellung des Vertrages gelungen, teilweise mit Hilfe des damaligen Ministers für Generationen, Familie, Frauen und Integration, Herrn Armin Laschet.

Die Unterzeichnung fand am 5. November 2007 im gläsernen Post-Tower in Bonn statt. Für Ghana unterzeichnete in Anwesenheit des Kardinals Peter Turkson aus Ghana der Außenminister Akwasi Osei Adjei. Von deutscher Seite unterschrieb Dr. Jürgen Rüttgers. Dieser dankte mir, mich an beiden Händen nehmend, ganz herzlich, dass ich diese Großtat vollbracht hatte.

Auch Präsident John Kufuor gab in Ghana einen Staatsempfang zu meinen Ehren, anlässlich der erfolgreichen Verhandlungen zum Partnerschaftsvertrag zwischen Ghana und dem Land Nordrhein-Westfalen.

Dieser Partnerschaftsvertrag existiert auch heute noch. Jedes Jahr wird durch einen Festakt daran erinnert, dass dieser Pakt besteht.

Danksagungen

Aktuelle Danksagungen von Landrat Spieker und von Bürgermeister Deppe zur Verleihung der „Grand Medal of Ghana“.

Zum Lesen der PDF-Dokumente bitte das jeweilige Bild anklicken.

Staat würdigt Verdienste

Republik Ghana zeichnet Generalkonsul Manfred O. Schröder mit Ehrenmedaille aus

Mit Einverständnis des Westfalen-Blatts, erschienen am 14.07.2020

Neuenheerse/Dortmund (WB). In Würdigung seiner jahrzehntelangen Verdienste um Land und Menschen ist Generalhonorarkonsul Manfred O. Schröder jetzt von der Republik Ghana mit der „Grand Medal of Ghana“ geehrt worden. 52 Jahre lang hatte der heute 95-Jährige das Konsulat geführt. Mit der Übergabe an seinen Nachfolger Konsul Klaus Wegener vor einigen Monaten ist eine Ära zu Ende gegangen. Das Konsulat hat seinen Sitz in Dortmund.

Im Kreis Höxter haben Manfred O. Schröder und seine Ehefrau Helga mit dem Aufbau und der Ausgestaltung der Vereinigten Museen im Wasserschloss Neuenheerse außerordentliche Maßstäbe gesetzt. Im Schloss, das sie vor 31 Jahren erworben und mit erheblichen privaten Mitteln denkmalgerecht restauriert haben, und auch im 2016 errichteten Museumsneubau haben Manfred und Helga Schröder den Kulturen der Welt ein Zuhause gegeben. Natürlich lernen die Besucher auch Ghana kennen.

Das westafrikanische Land und seine Menschen liegen dem Generalkonsul seit mehr als einem halben Jahrhundert am Herzen. Als er das Konsulat übernahm, kannte kaum jemand Ghana. Es wurde Goldküste genannt. Manfred O. Schröder hat den Staatsgründer Ghanas, Dr. Kwame Nkrumah, in London kennengelernt und war der erste und einzige Konsul, der durch den Staatsgründer ernannt wurde. Generalkonsul Schröder sorgte dafür, dass Kumasi, die Hauptstadt der Ashanti-Region im Süden des Landes, mit Unterstützung der deutschen Entwicklungshilfe Frischwasser bekam. Aus diesem Grund wurde er vom König der Ashanti, Ashantehene Otumfuo Opoku Ware II., zu einem Empfang eingeladen und erhielt zum Dank eine 1,85 Meter lange Kette aus Ashantigold von einem Zentimeter Durchmesser als Geschenk. Dort lernte der Generalkonsul den späteren Präsidenten John Kufuor kennen.

In all den Jahrzehnten agierte Manfred O. Schröder weltweit und stellte viele Botschafter den jeweiligen Ministerpräsidenten von NRW – Franz Meyers, Heinz Kühn, Wolfgang Clement und Johannes Rau (später Bundespräsident) – vor.

Der damalige Ministerpräsident Dr. Jürgen Rüttgers bat den Generalkonsul, einen Partnerschaftsvertrag zwischen dem Bundesland Nordrhein-Westfalen und der Republik Ghana zustande zu bringen. Das war ihm mit Hilfe des jetzigen Ministerpräsidenten Armin Laschet gelungen. Dieser war seinerzeit Minister für Familien und Integration. Der Partnerschaftsvertrag wurde im Posttower in Bonn unterzeichnet. Präsident John Kufuor gab in Ghana einen Staatsempfang zu Ehren von Generalkonsul Schröder anlässlich der erfolgreichen Vertragsverhandlungen. NRW hat, so Manfred O. Schröder, den größten Anteil von ghanaischen Bürgern in Deutschland. Die Community umfasst etwa 20.000 Menschen.

Generalkonsul Schröder hat auch viele Botschafter bei der Staatskanzlei in München eingeführt und sie den Ministerpräsidenten von Alfons Goppel über Franz Josef Strauß bis Edmund Stoiber vorgestellt. Mit Strauß verband Schröder eine Freundschaft, ebenfalls mit dem Staatsminister für Justiz, Dr. Karl Hillermeier.

Die Stadt Dortmund hatte auf Empfehlung von Generalkonsul Manfred O. Schröder den ersten offiziellen Staatsbesuch nach dem Krieg von Professor. Dr. Busia aus Ghana . Dieser war auch der erste, der sich in das „Goldene Buch“ der Stadt Dortmund eingetragen hat.

Die jeweiligen Botschafter hat Generalkonsul Schröder in Gesamtdeutschland vorgestellt, um Wirtschaftskontakte herzustellen, wie zum Beispiel bei sämtlichen Schokoladenfabriken, um den Verkauf von Kakao aus Ghana zu fördern, bei MTU in Friedrichshafen, bei Orenstein und Koppel, bei Krupp, bei Zeppelin in Friedrichshafen, bei Kaisers Aluminium in Koblenz und bei Daimler Benz in Stuttgart. „Ich hatte beste Verbindungen und regen Austausch mit der Ghana-Botschaft in Washington“, erinnert sich Generalkonsul Schröder. Viele deutsche Unternehmen haben sich durch seine Vermittlung in Ghana angesiedelt.

Generalkonsul Schröder hat auch zahlreichen jungen Leuten zu einer Ausbildungsstelle in Deutschland verholfen – bei der Ruhrkohle, bei Hoesch, bei den Verkehrsbetrieben der Stadt Dortmund, bei sonstigen Industrieunternehmungen und bei sämtlichen Dortmunder Brauereien, aber auch bei verschiedenen Krankenanstalten. Er war auch maßgeblich an der Einrichtung eines Austauschprogramms für Studenten (SPRING) zwischen den Universitäten in Dortmund und Kumasi beteiligt.

Zur Erinnerung an die Republik Ghana und seine Tätigkeiten als Generalkonsul hat Manfred O. Schröder ein in Granit gemeißeltes Emblem der Republik Ghana am Eingang zum Schloss – Hubertushalle – ins Mauerwerk vertieft anbringen lassen. Die hohe Auszeichnung, die hochverdiente Persönlichkeiten wie Kofi Annan, ehemaliger Generalsekretär der Vereinigten Nationen, und General Kotoka, Oberbefehlshaber der Streitkräfte, ebenfalls erhalten haben, freut Manfred O. Schröder sehr. Mit General Kotoka, nach dem der Hauptflughafen von Ghana – „Kotoka International Airport“ – benannt ist, war er befreundet.